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Es werden Posts vom 2018 angezeigt.

Das letzte Mal aus Costa Rica

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Lang ist es her, dass ich von mir hab hören lassen. Aber ich habe die letzten Monate, die meine letzten in diesen Jahr waren einfach nur gelebt und genossen. Im Projekt war in letzter Zeit nicht so viel los und ich hatte dementsprechend Zeit für mich. So hatte ich oft die Gelegenheit Freunde im Dorf zu besuchen, viel mit meiner Gastmama zu machen oder meine Unibewerbungen ohne WLAN und in ständiger Kommunikation mit Mama auf die Reihe zu kriegen. An dieser Stelle mal ein großes Dankeschön an Mama!! Durch die viele Freizeit konnte ich aber auch Events miterleben, die ich vorher nie besucht hatte. Zum Beispiel den kulturellen Sonntag in Altamira oder die wöchentliche Tier-Auktion, die für die größtenteils landwirtschaftlich geprägte Region einen wichtigen Handelsplatz darstellt.



Kultureller Abend in Altamira mit Marimba




Über ein Erlebnis möchte ich aber nun mehr erzählen. Irgendwann im Juni kam meine Gastmutter auf mich zu und sagte zu mir, dass an jenem Abend eine Musikgruppe aus dem nä…

Machos und Ameisen

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In knapp 2,5 Monaten geht es schon wieder zurück nach Deutschland und ich kann es kaum glauben. Ich habe das Gefühl je länger ich hier bin, desto schneller vergeht die Zeit. Liegt wahrscheinlich daran, dass man sich mit der Zeit immer besser zurechtfindet, mehr Freunde vor Ort hat und Routine und Gewohnheiten entwickelt. Und natürlich vergeht die Zeit immer am allerschnellsten wenn man schöne Dinge erlebt.
Besonders schön war für mich der Besuch meiner Familie Ende März, Anfang April. Zusammen haben wir eine Woche am Strand genossen und sind dann noch in mein Dörflein weiter gereist. Ich habe die Wochen mit ihnen sehr genossen und es gab viel Gesprächsstoff nach acht Monaten in der Ferne. Ähnlich wie bei dem Besuch davor von meinem Vater war es auch aufregend und schön zugleich zu sehen wie meine Familie all die Leute und Dinge selbst kennen lernt von denen ich vorher immer nur erzählen konnte. Auf jeden Fall hat es ihnen sehr gut gefallen denke ich. Jetzt steht noch ein Besuch im Jul…

Ein bisschen Politik

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Hallo ihr Lieben!
Beim letzten Eintrag war ich kurz davor ins Zwischenseminar von Brot für die Welt abzureisen, das in Salitre, einem indigenen Territorium stattgefunden hat. Neben allerlei Themeneinheiten zu unserem Einsatz hatten wir hier die Möglichkeit, eine der indigenen Kulturen Costa Ricas näher kennen zu lernen. Die Bríbrí, die sowohl auf der pazifik-, als auch auf der karibik – Seite Costa Ricas leben haben zum Beispiel immense Kenntnisse im Bereich der Pflanzenheilkunde und praktizieren neben dem Christentum häufig noch eine Art Naturreligion. Für die Bríbrí ist klar, dass ihr Gott Sibú die Menschen aus Maiskörnern hat entstehen lassen, damit diese die Natur pflegen können. So betrachten die Bríbrí ihre Umwelt als heilig und absolut schützenswert. Immer wieder liefern sie sich Kämpfe mit der Regierung, um ihre Territorien und Rechte daran zu erhalten. Nicht immer einfach, denn die Politik versucht indigene Gruppen zu schwächen um im Falle des Falles Zugriff auf Ressourcen in …